Gabriella Hünnekens (vormals Kerler)

Stuttgart, 02. März 2011.

Der Kulturpreis Baden-Württemberg wird alle zwei Jahre von der Baden-Württemberg Stiftung und den Volksbanken Raiffeisenbanken verliehen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Wettbewerbs standen die "Neuen Medien". Die Preisverleihung findet am 27. Juni 2011 in der Volksbank in Karlsruhe statt. Bei der Auswahl der Preisträger musste die Jury unter 28 Vorschlägen darüber abstimmen, welche Künstler sich durch ihre Kreativität und Einzigartigkeit abheben und durch ihr Wirken in Baden-Württemberg herausragende Impulse geben.

Der Licht-, Klang- und Medienkünstler Walter Giers erhält den diesjährigen Hauptpreis, der mit 20.000 Euro dotiert ist.
"Mit Walter Giers ehren wir einen Künstler, der im Bereich der Medien- und Lichtkunst eine Pionierleistung erbracht hat", freut sich Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, über die Entscheidung der Juroren. "Damit hat er sich nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch im Ausland einen Namen gemacht."

"Wir sind stolz auf die reichhaltige, vielfältige Kultur in Baden-Württemberg, sie gehört zu uns, zu unserem Gemeinwesen", ergänzte Verbandsdirektor Herbert Schindler, Vorstandsmitglied des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes.


Der Hauptpreisträger Walter Giers

Der im Jahr 1937 geborene Pfälzer Walter Giers arbeitete zunächst einige Jahre als Jazzmusiker, bevor er 1963 sein Studium im Fachbereich Industrial Design an der Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd beendete. Der Licht-, Klang- und Medienkünstler erhielt 2003 den Maria-Ensle-Preis der Kunststiftung Baden-Württemberg und im Jahr 2007 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Neu an seiner Kunst ist vor allem die Einbeziehung elektronischer Bauteile in seine Kunstobjekte, die neben der Erzeugung von Klängen und Licht auch als Gestaltungselemente dienen. Giers thematisiert in seinen Werken Probleme im Umgang des Menschen mit der Umwelt, Konflikte in der Mediengesellschaft oder den Missbrauch von Religion. Der Hauptpreisträger arbeitet oft mit Ambivalenzen und kaschiert die Problemstellungen hinter einer visuellen Fassade aus Acrylglas, hinter der sich elektrische Lampen verbergen. Mit zahlreichen Ausstellungen unter anderem in Toronto, London, Stuttgart, Amsterdam, Hamburg und Mannheim machte sich der Künstler einen Namen.

Die Jury des Kulturpreises Baden-Württemberg begründete ihre klare Entscheidung, Giers zum Träger des Hauptpreises zu küren, mit seinem "herausragenden singulären Lebenswerk".

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