Gabriella Hünnekens (vormals Kerler)
Am 17. Oktober 2008 fand die Eröffnung des „Mus-du-seums“ im Schmiedturm, Schwäbisch Gmünd statt. Erstmals wird die private Sammlung von Walter Giers, electronic art und Medienkünstler öffentlich zugänglich gemacht.
Zur Eröffnung sprach Dr. Otto Rothfuss, Kurator des Kunstverein KISS.
2007 wurde Walter Giers mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Während der Verleihung durch den damaligen Staatssekretär Rudolf Böhmler (seit 2007 Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank) wurde Walter Giers als „herausragender Künstler unseres Landes bezeichnet“. Ebenso erwähnte Rudolf Böhmler ausdrücklich die besonderen Verdienste Walter Giers´ der Stadt Schwäbisch Gmünd gegenüber. Dies hatte auch schon zeitig Dr. Wolfgang Schuster, seit 1997 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart und 1985 - 1993 damaliger Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, erkannt. 1987 galten die Landeskunstwochen als Schwäbisch Gmünder Höhepunkt. Drei Wochen lang stand die Stadt im Focus der Kunst- und Kulturszene, wobei die treibende Kraft Walter Giers war. Als Dank für diese herausragende Leistung hat Dr. Wolfgang Schuster Walter Giers den Schwäbisch Gmünder Schmiedturm auf Lebenszeit unentgeltlich überlassen. Der Turm wurde im inneren Bereich auf fünf Ebenen anfänglich von Giers entsprechend umgebaut und als Archiv genutzt. Bald darauf fanden im Turm legendäre Zusammenkünfte statt. Unter den Besuchern waren u.a. Heinrich Klotz, Gründer des ZKM, Kurt Weidemann, Typograf und Berater, Edzard Reuter, Vorstandsvorsitzender der Daimler Benz AG, Klaus Conrad, Conrad Electronic,...
Am 17. Oktober wurde nun durch eine Eröffnungsfeier der Schmiedturm für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Öffnungszeiten sind jeweils samstags von 14.00 – 17.00 Uhr und nach Vereinbarung. Zu sehen sind Exponate von 1960 – 2008 (zum Teil auch archiviert).
Auf der 1. Ebene wird der Besucher von Giers´ aufsehenerregenden, „sprechenden Grabsteinen“ empfangen, gepaart mit den Objekten „B29“, „Das Fenster zum Hof“ und „Kunst macht Natur“. Steile Treppen führen in die nächsten vier Ebenen und bieten eine Zeitreise durch die Anfänge der electronic art bis hin zu aktuellen Werken.
Als Außeninstallation steht auf dem Stadmauervorsprung ein Turmwächter mit Energiesparlampe, dessen Anwesenheit für Gesprächsstoff sorgt und seit Tagen durch die Presse geht. Hierbei handelt es sich um einen Turmwächter, der ganz gezielt in Richtung Aalen blickt...und Aalen und Gmünd: „Nicht Freund nicht Feind“...Giers hat sich dabei schon etwas gedacht.
Als weitere Außeninstallation ist das „Schwäbische Meer“ zu sehen.
Öffnungszeiten nach Vereinbarung: kontakt@machtkultur.de

Schmiedturm, zur äußeren Stadtmauer gehörend. Bereits in den Jahren 1385 und 1405 als Leonhardsturm nachweisbar. Der Schmiedturm wurde in seiner jetzigen Form im Winter 1497/98 erbaut. Höhe 32 Meter.

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